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von Helkatil
Di 21. Mär 2017, 17:34
Forum: OT - Allgemeines für den Orden
Thema: 04. Hintergrund der Kriegshexen im Zwillingsorden
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04. Hintergrund der Kriegshexen im Zwillingsorden

Die Kriegshexen der Sareph sind der weiblich-kriegerische Teil des Ordens. Mit ihren Flüchen bilden sie zusammen mit den Paladinen die Streitmacht Sarephs, der Göttin von Liebe, Zorn, Leidenschaft, Lust und Wut.

Sie streiten in erster Linie gegen „das Böse ™“, welches nach dem Verschwinden von Mara, Sarephs Schwester, ihre Gestalt angenommen hatte, um die Götter des Pantheons zu täuschen und später als „gefallene Göttin“ mit ihrem Sohn Targos von den anderen in den Koloss eingesperrt wurde. Zur Unterscheidung der beiden Wesenheiten wird „das Böse™“ heute Aram, die immer noch verschwundene echte Göttin Marà genannt.

Sie sind sowas wie Anti-Dämonologen, ihr höchstes Ziel ist es, im Dienst Sarephs die Brut Arams (= Dämonen, Dämonologen, Dämonenpaktierer etc.) von dieser Welt zu entfernen.

Auch diejenigen Kriegshexen, die sich in den Wirren nach dem Bruch des Kolosses vor dem Auffinden der Feuerlanze „dem Bösen ™“ angeschlossen haben, werden von ihnen gejagt und bekämpft.

Die Kriegshexen des Sarephordens beherrschen ausschließlich Schadensflüche klerikaler Natur, beim Eintritt in den Orden wandelt die Göttin ihre ursprünglich magischen Fähigkeiten in klerikale Macht um. Sie kämpfen außerdem mit Schwert und Parierdolch, wenn ihre klerikale Kraft aufgebraucht ist.

Sie kämpfen in der Regel in einem Duo zusammen mit einem Sareph-Paladin, sie sind nach der Seelenweihe mit ihm durch ein Seelenband verbunden. Sie spüren, was der andere spürt; ergänzen sich und können einander zu Hilfe rufen und sich gegenseitig in größter Not ihre Lebenskraft spenden.

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Geschichte der Hexen:

Etwa 4 – 5 Monde vor der Feuerlanzen-Expedition (1013) irgendwo in Nevenburg…

Sie sahen wirklich wild aus: Ihre Haare - oft in alle Himmelsrichtungen stehend, manche waren über und über tätowiert, andere wiederum trugen mächtige Lederschultern. Sie sahen grimmig aus, vor allem die Frau, die in dieser Scheune mit den improvisierten Tischen und Bänken auf einem kleinen Podest saß und aus einem Krallenkrug trank.

"Meine Schwestern" rief sie und das Durcheinander verstummte.

"Es ist lange her, dass die Kriegshexen Dragons zusammen gerufen wurden. Doch ich hatte Visionen, habe gesehen, was die Zukunft bringen wird. Wir können uns nicht länger heraus halten. Mara will uns! Sie will unsere Kraft und unsere Stärke. Der Krieg wird beginnen, ob wir es wollen oder nicht und wir müssen eine Seite wählen."

Gleich ging wieder ein Durcheinander los. Jede der Kriegshexen hatte ihre eigene Meinung dazu. Bisher hatten sie sich aus allem herausgehalten: Politik, Religion, Auseinandersetzungen, sie wollten nur ihre eigene Macht mehren und ruhig leben, an Verwicklungen hatten sie kein Interesse. Die meisten hatten ihr Wissen als Söldnerinnen in den verschiedensten Armeen der Welt vermehrt und dort gelernt, mit ihren Flüchen Schaden über die Reihen der Gegner zu bringen.

Doch dies hier war anders: Dieser Konflikt betraf sie selbst, ihr Zuhause, ihre Heimat, die sie liebten wie jede andere Nevenburgerin auch.
Eine alte Kriegshexe stand auf. Ihr Gesicht halb durch Narben verunstaltet: "Ich sage Euch, Schwestern. Mara muss unsere Wahl sein! Sie ist mächtig, sie bringt uns noch mehr Macht und Wissen, das das unsere ergänzen wird. Bringen wir Vernichtung in ihrem Namen über das Land und setzen andere an die Spitze dieses Landes."

Ein paar wenige Hexen nickten verhalten, andere schüttelten vehement den Kopf.

So gab es noch einige Wortmeldungen, die Hexen schienen zwiegespalten zu sein: Sollten sie sich auf die Seite des Pantheons oder der Narbengötter stellen?

Schließlich stand in der hintersten Reihe eine jüngere Hexe auf. Sie hatte rote Haare mit einer schwarzen Strähne und trug imposante Lederschultern. Ihre Augen leuchteten rot. Die roten Ärmel ihres Kleides schienen wie im Wind zu wehen.

Erst wurde diese Hexe nicht bemerkt, in solchen Zusammenkünften hatten meist nur die alten Hexen etwas zu sagen und die jungen Hexen hielten sich zurück. Schließlich verstummten aber alle und die junge Hexe fing an zu erzählen:

"Ich hatte eine Vision. Eine rote geflügelte Schlange erschien mir. Sie stellte sich mir als Sareph vor, die Göttin, die in unserem Land früher als Saba bekannt war. Sie sprach zu mir: "Die Zeit der Liebe ist vorbei. Wir müssen meiner Schwester entgegen treten und dazu brauche ich euch, ihr Kriegshexen! Ich werde euch berufen, an der Seite der Paladine in den Krieg zu ziehen! Geweiht durch mich werdet ihr gemeinsam, Seite an Seite mit den Paladinen, meinen Zorn über die Saat Maras bringen und die Schergen von Targos und den Seuchenbringern in die Löcher zurücktreiben, aus denen sie gekommen sind. Ich berufe euch, meine Schwestern und weise euch den Paladinen zu. Immer zu zweit werdet ihr unschlagbar sein und mit genug Macht ausgestattet, damit das Pantheon in diesem Krieg den Sieg davon trägt."

Ein Raunen ging durch die Reihen der Anwesenden. Die Stimme der Hexe hatte sich verändert, war rauchig geworden, als sie die Vision wiedersah, ihre Augen hatten geglüht. Dies war eine göttliche Vision gewesen, keine Frage.

Die junge Hexe setzte sich wieder hin. Die Göttin hatte noch mehr zu ihr gesagt, aber das ging nur sie etwas an und den Paladin, der ihr zugeteilt werden würde, sie hatte das Band gespürt, das nun auf seine Verknüpfung wartete. Keine Frage, sie würden dem Ruf der Göttin Sareph folgen und den Zorn über die Narbengötter und ihre Anhänger bringen.

Die Versammlung der Hexen ging noch bis tief in die Nacht, bis die Schwestern entschieden, das jede Hexe selbst entscheiden sollte, wo sie in diesem Konflikt stand.

Die junge Hexe erzählte noch, dass die Rekrutierungsstelle des Ordens in Nevenburg das Gasthaus „zur Morgensonne“, auf Laicirion das Gasthaus „zur geflügelten Schlange“ ist. Sie würde sich nun auf den Weg machen und hoffte, dass noch mehrere ihrer Schwestern diesen Schritt gehen würden.

Dann machte sich die junge Hexe auf den Weg, die Göttin hatte ihr gesagt, sie würde ihren Paladin erkennen, wenn sie ihn träfe - er wisse bereits, dass er auf sie zu warten hatte.

Mit unbestimmtem Ziel verließ Minara Amal den Versammlungsort…

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Fähigkeiten, die alle Hexen von Anfang an haben:

Zweites Gesicht
Unfähigkeit für Heil- und Schutzwunder (außer im Ritual mit ihrem Paladin)
Seelenband zu ihrem Paladin; anfangs sehr schwach, muß erspielt werden

Klerikale Flüche: Schmerz, Furcht, Klerikales Geschoss